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Ausflug in den Hambacher Wald

Der 10er-Bio-WP-Kurs und der 10er-fs-Bio-Kurs wurden bei dem Ausflug in den Hambacher Wald bei Kerpen/Düren westlich von Köln von Frau Drapatz und Frau Turp begleitet. In diesem alten Wald leben über 140 bedrohte Tier-und  Pflanzenarten, darunter die höchst seltene Bechstein-Fledermaus, der Springfrosch, die Haselmaus und der Mittelspecht. Dieser einzigartige Stieleichen-Hainbuchen-Maiglöckchen-Wald soll dem größten Braunkohletagebau Europas weichen.

Damit war dieses bedrohte Ökosystem ein ideales Ziel, um mehr über Umwelt- und Klimapolitik zu erfahren, sich ein bedrohtes Ökosystem selber anzusehen und mit den im Wald lebenden Aktivisten in die Diskussion zu kommen.


10 Bio WP und 10bio fs Kurs vor einem Baumhaus (Foto Copyright: Todde K.)


Aussicht in den Tagebau Hambach, das größte "Loch" Europas. Bis zu 450m tief, 85 Quadratkilometer groß.


Gut vorbereitet machten wir uns bei herrlichstem Sonnenschein mit Gummistiefeln oder Provisorien an den Füßen auf den Weg in den Wald.


Todde erklärt uns Wissenswertes über das Abbaugebiet.


Hier stand bis vor wenigen Jahren noch überall Wald.


Nun sieht es hier so aus


Etwa 75% der hier geförderten Kohle ist geeignet, Strom daraus zu erzeugen. Dabei entstehen unvorstellbare Mengen CO2, Bsp. Kraftwerk Niederaußem: 25 Millionen Tonnen pro Jahr (2016)


Todde erzählt uns, dass es im Hambacher Wald die größten Bechstein-Fledermaus-Wochenstuben (Kinderstuben) Europas gibt.


Im Herbst wurden die Einfluglöcher der Kinderstuben verschlossen, damit die enorm bedrohten Fledermäuse nach dem Winter hier ihre Jungen nicht mehr aufziehen können. Ausweichwälder mit geeigneten alten Bäumen
gibt es aber nicht.


Wir treffen auf den ersten Aktivisten (absichtlich nicht im Bild) beim Holz hacken und können ihm Fragen stellen.


Hier ist gute Schuhausrüstung oder Einfallsreichtum gefragt.


Barrikaden der Aktivisten gegen Räumungen durch die Polizei.


Eingang zum Aktivistendorf "Gallien".


Der "Tower" ist ein Gemeinschaftsraum mit zwei Etagen und Ofen.


Im "Tower" werden Sachen gelagert, die Aktivisten können schlafen oder sich aufwärmen. (Copyright Foto: Alperen)


Richtig hohe Baumhäuser, nur mit Kletterausrüstung erreichbar. Sie sollen im Inneren sehr gemütlich sein.


Überall hängen Plakate mit dem Aufruf, die Natur in Ruhe zu lassen.


Trotz aufmerksamen Zuhörens blieb noch Zeit für Spaß: hier eine Nacken-Neckerei


Vielleicht hat der/die ein- oder andere SchülerIn hier seine/ihre Liebe zur Natur entdeckt ;-)

Fazit von Lehrerseite: es war ein toller und außwergewöhnlicher Ausflug mit Euch, gerne wieder!
Danke auch an Todde, unseren Waldführer, an Frau Turp für die Begleitung und an Herrn Friede für die Unterstützung!